Winterbienen

© hanspeter itschner

Wie Winterbienen oder Sommerbienen entstehen ist gar nicht so einfach zu beantworten.

Es gibt zwei verschiedene Generationen von Arbeiterinnen, und zwar Sommer- und Winterbienen. Das ganze wird durch die Juvenilhormondrüse (Copora allata) und den Hormonabbauprozessen im Blut und in den Organen der Biene gesteuert. Der Juvenilhormonstoffwechsel wird 20% vom Erbgut und 80% von Umwelteinflüssen (Signale aus der Umwelt und Signale aus dem Volk) beeinflusst. Hat die Arbeiterin VIEL JUVELINHORMON im Blut so entsteht eine kurzlebige SOMMERBIENE, hat eine Arbeiterin WENIG JUVENILHORMON im Blut so entsteht eine langlebige WINTERBIENE. Die Information wieviele Winterbienen und wieviele Sommerbienen es im Volk hat geht als Signale aus dem Volk in den „Steuertopf" zurück, welcher den Junivilhormonstoffwechsel steürt. So geht der ewige Kreislauf immer weiter.
Zu den äusseren und inneren Umweltfaktoren gehören zum Beispiel das Klima, die Tracht, Bruttätigkeit, Sammelflüge, Untätigsein, nachrücken von Jungbienen, Alterspyramide, etc.
So lebt eine Sommerbiene etwa 6 Wochen, während eine überwinterte Biene bis 9 Monate lebt.
Bezüglich erbliche Beeinflussung kann die enge Verwandtschaftszucht von Bienen (Inzucht) eine Verkürzung der Lebensdauer bewirken. So gibt es auch rassenspezifische Unterschiede der Lebenserwartung. So ist eine ausgeprägt kurze Lebensdauer bei den Licustica-Völkern aus Norditalien bekannt, während die carniolischen Bienen eher langlebig sind.
Das Juvenilhormon steuert neben der Lebensdauer unter anderem auch Elemente der sozialer Arbeitsteilung.